Stuttgart02

Der Stärkere gewinnt!

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Der Stärkere gewinnt! Nach dieser Parole läuft vieles in unserer Welt. Starke Typen sind gefragt. Denn der Schwache kommt schnell unter die Räder. Wer will schon schwach sein? Welcher Mensch bedarf nicht in bestimmten Bereichen seines Lebens einer Stärkung. Abgesehen von der körperlichen Stärke, die man sich im Fitnesstudio und im Sport durch konsequentes Training aneignen kann, denke ich vor allem an innere Stärke. Um sie zu gewinnen, braucht es Anerkennung, Zuspruch, Herausforderung, Zutrauen. Es braucht den anderen, der mir Vertrauen schenkt, der mir durch Worte, Zeichen oder Gesten zeigt, dass ich liebenswert bin. Im Rückblick auf den je eigenen Lebensweg dürfen wir in Dankbarkeit an jene denken, die uns solche Formen der Ermutigung und Stärkung geschenkt haben: Eltern, Freunde u.a.m..
Ähnlich ist es im Glauben. In unserer Beziehung zu Gott zeigen wir Menschen so manche Schwäche. Es braucht immer wieder Stärkung im Glauben. Wir erleben sie durch andere und sie wird uns immer wieder neu geschenkt, von Gott selbst. Vielen Christen - überwiegend Jugendlichen - wurde und wird in diesen Wochen die Firmung und Konfirmation gespendet. Junge Menschen werden befähigt, ihr Leben mit Überzeugung aus dem Geist des Evangeliums zu gestalten. Das, was einmal in der Taufe grundgelegt wurde, wird jetzt durch eine persönliche Entscheidung bekräftigt und belebt. Wir hoffen, dass unter ihnen viele „starke Typen" sind, die ihren guten Beitrag leisten, in der Kirche und in der Welt. Und wie steht es mit uns selbst? Woher nehmen wir jetzt in unserem Alltag immer wieder diese nötige Kraft, die Hoffnung und Zuversicht? Da ist immer wieder unser Glaube an den Auferstandenen Christus, der uns zugesagt hat, immer bei uns zu sein, und den wir, wenn wir ernsthaft in unseren Alltag hineinschauen, dort auch entdecken. Übrigens, da ist auch noch der Mai, seit alters her als Wonne-, Liebes-, Blumen- und Frühlinsmonat bekannt. Die warmen Temperaturen, die wiedererwachende Vegetation, die Hauptblütezeit vieler Blumen und Pflanzen weisen darauf hin: das Stärkere setzt sich durch. „Endlich Frühling", sagen wir und sind glücklich, dass das Leben in der Natur wieder die Oberhand gewinnt. Nach dem Tod kommt die Auferstehung, Zeit für Freude, Hoffnung und Zuversicht. Die Natur macht uns sinnenhaft deutlich, dass Auferstehung kein Gerücht, sondern Realität unseres Alltags ist. So können wir alle „starke Typen" sein, die ihren Beitrag leisten in Kirche und Gesellschaft.

P . Ernst Kusterer SDB

 

 

 

 

 

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