Stuttgart02

Monat Mai als Marien-Monat

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Gestern war es wieder soweit: die kleinen Kinder konnten in dankbare Augen schauen, als sie die gebastelten Kunstwerke aus dem Kindergarten übergeben konnten. Die größeren Kinder versuchten wenigstens einmal am Tag brav und artig zu sein und der Herr des Hauses hat – im Gegensatz zu den anderen 364 Tagen im Jahr – selbst gespült oder zumindest die Spülmaschine eingeräumt. Diese oder ähnliche Rituale haben sich erhalten. Immer am zweiten Sonntag im Monat Mai feiern wir „Muttertag“, stellen wir die Frauen und Mütter in besonderer Weise in den Mittelpunkt. Auch wenn der Muttertag in Deutschland vor über 90 Jahr als eine Initiative der Blumengeschäftsinhaber begonnen hat, so ist er doch eine gute Gelegenheit den Müttern zu danken.
Der Monat Mai rückt aber noch eine andere Frau in den Mittelpunkt der Betrachtung: die Gottesmutter Maria. Die katholische Kirche ehrt diese Frau nicht nur am Muttertag, sondern widmet ihr den ganzen Monat Mai. Mit Maiandachten und besonderen Gottesdiensten wird gerade jetzt, wenn alles zu blühen beginnt und der Frühling seine „Hoch-Zeit“ hat, über die Rolle von Maria im Leben ihres Sohnes nachgedacht.
Aber wie kann man Maria heute, in einer vom Verstand geprägten Zeit, den Menschen vermitteln? Für was steht dieses junge Mädchen aus Israel aus einer Zeit von vor über 2000 Jahren?
Ich bin der festen Überzeugung, dass wir Menschen nicht nur rational ausgerichtete Menschen sind, sondern auch offen sind für die Angelegenheiten des Herzens. Sehnen wir uns nicht auch immer wieder nach dem Reinen, nach dem Fehlerlosen, nach dem Absoluten? Und hier wird uns Maria als Beispiel vorgestellt. Sie bringt das mütterliche, das weibliche in die Kirche hinein. Neben all dem, was unseren Glauben vielleicht manchmal so schwierig macht, gibt es diesen Monat Mai, in dem wir unser Herz öffnen und einfach dieser emotionalen Seite freien Lauf geben können. Und wie wir uns über Maria freuen, so freuen wir uns gerade im schönen Monat Mai an alle dem, was sich jetzt wieder neu in unser Bewusstsein drängt, die Sonne, die Grillfeste, die Natur, die Schöpfung. In uns erwacht neues Leben, neue Tatkraft, neue Motivation. Alles dürfen wir als Geschenk Gottes annehmen, demütig und freudig. Wie Maria, für die ebenso alles in ihrem Leben Geschenk war, das sie in Demut und Liebe angenommen hat.

P. Jörg Widmann SDB

 

 

 

 

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