Stuttgart02

Umziehen – zurücklassen oder mitnehmen?

Sicher bin ich nicht der einzige, der sich in diesen Tagen auf einen Umzug vorbereitet.
Man möchte ja nicht glauben, was da alles zum Vorschein kommt, wenn die Dinge beiseite geräumt werden, die einen das Jahr über gewöhnlich beschäftigen. Schon diese oberste Schicht sieht ganz anders aus, fühlt sich anders an, wenn man sie vielleicht zum letzten Mal in dieser Umgebung die Hand nimmt.
Was kann ich entsorgen, weil die Leute mit denen ich irgendwann ein paar Tage verbracht habe, längst aus meinem Blickfeld entschwunden sind. Was möchte ich meinen Mitbrüdern oder Kollegen weitergeben, weil mich das Gefühl begleitet, das hat mir gut getan, darüber könnten sich noch mehr Leute freuen. Ich kann erzählen, was mir diese Dinge bedeutet haben und dann liegt es in der Hand der Leute, die jetzt weitermachen, ob sie etwas damit anfangen können und ob ich etwas Begeisterung für mein Anliegen wecken kann.
Dann kommen Dinge, die ich auf jeden Fall mitnehme. dazu gehören die Seile, die Zündhölzer und das Sprungtuch. Kleinigkeiten über die ich mit Leuten in Beziehung gekommen bin. Sie helfen mir Kontakt zu knüpfen und Leute in Kontakt zu bringen. Ich glaube, sie sind ein Stück von mir.
In tieferen Schichten tauchen Dinge auf, die mich an frühere Aktionen erinnern, Sie waren mir damals ganz wichtig, aber sie kamen in dieser Umgebung nicht zum Zug. Werfe ich sie weg, weil sie sich überlebt haben oder packe ich sie ein?
Aber wegwerfen – da tu ich mich schwer...man weiß ja nie....
Es hängen zu viele Erlebnisse, Geschichten, Erfahrungen an diesen Dingen, und ich werde wohl eine Menge Kisten mit relativ nutzlosem Ballast mitnehmen.
Aber Ballaststoffe sind Füllstoffe nicht nur in der Nahrung, sondern ich glaube auch im Leben. Sie erzählen von mir und von dem was mich erfüllt.
Ich glaube - im Zweifelsfalle packe ich wieder nutzlose Dinge ein und trage sie zu meinem neuen Bestimmungsort. Was ich bestimmt mitnehme sind viele gute Erinnerungen an liebe Menschen. Dazu gehört auch das Kompliment: „Das ist es, was P. Alfons uns mitgibt: „Glauben ist etwas Fröhliches und hat mit bodenständigem Gottvertrauen zu tun.“ Allein dafür haben sich die sieben Stuttgarter Jahre gelohnt.
So bedanke ich mich bei der Lesergemeinde dieser Zeilen und wünsche allen, die gerade beim Packen sind viele schöne Erinnerungen an dievergangene Zeit und in der neuen Umgebung genug Platz fürneue Erfahrungen.

P. Alfons Blüml SDB

 

 

 

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