Stuttgart02

Wort zum Montag am 10. Oktober 2016

Ernte – Ausblick

Schon sind in den meisten Kirchen die schönen und aufwändig gestalteten Erntedank-Altäre geräumt. Auch der Cannstatter Wasen, der in seinen Ursprüngen auf dieses Fest zurückgeht, hat bereits seine Tore geschlossen und die zentrale farbenfrohe Fruchtsäule ist nicht mehr zu sehen. Dabei lässt mich dieses Fest Erntedank nicht nur an die Ernte von reifen Früchten,  goldenen Ähren und frischem Gemüse denken. Denn selber habe ich, wie viele andere auch, gar keinen Garten oder etwa eine eigene Landwirtschaft. Mich lässt dieses Fest vielmehr auf die „Ernteerfolge“ meines persönlichen Lebens schauen. Ich kann mich fragen, was mir in diesem Jahr bisher  bereits besonders gut gelungen oder was gewachsen ist, welche Lebenserfahrungen, Beziehungen, Freundschaften  meines Lebens gereift sind und was mein Leben so lebenswert macht. Sicher ernte ich dabei nicht nur reife Früchte – es lohnt sich aber, die Dinge anzuschauen und entweder dankbar anzunehmen oder noch reifen zu lassen. Nach dem Erntedank ist vor dem Erntedank! So ist dieses Fest auch Herausforderung, denn jeder Gärtner oder Landwirt plant schon nach der Ernte den Anbau für das nächste Jahr und es werden entsprechende Vorkehrungen getroffen. So kann ich auch in meinem Leben „vorsorgen“, denn vor der vergangenen „Ernte“ ist bestimmt auch nicht alles glatt gelaufen und mit manchen vergangenen „Früchten“ bin ich noch nicht richtig zufrieden. Es geht für  mich also darum, mein  „Lebensfeld“ so zu bestellen, dass ein gutes Wachstum möglich ist. Der erste Psalm des Alten Testaments spricht in einem Naturbild von dieser Erfahrung: „Wohl dem Mann, der nicht dem Rat der Frefler folgt, nicht auf dem Weg der Sünder geht, nicht im Kreis der Spötter sitzt, sondern Freude hat an der Weisung des Herrn… . Er ist wie ein Baum, der an Wasserbächen gepflanzt ist, der zur rechten Zeit seine Frucht bringt und dessen Blätter nicht welken.“ Dieses biblische Lied kann uns dazu ermutigen, danach zu schauen, auf welche Grundlage wir unser Leben gestellt haben und wie eine zukünftige „Ernte“ mit noch mehr guten Früchten gelingen kann. So wünsche ich unseren kommenden Lebensjahren viele gute Aussaat-und Ernteerfahrungen.

Bruder Matthias Bogoslawski SDB
Dekanatsjugendseelsorger

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