Stuttgart02

Einführung zum Thema Lebensgespräch und Beichtgespräch

  • Liturgische Nacht mit Lebensgesprächen
  • Lied: Meine engen Grenzen
  • Text „Veränderung“
  • Blatt mit Text für die Jugendlichen

 

Kannst Du dich in die Stimmung des Jugendlichen hineinversetzen?

Auf der einen Seite, die Sehnsucht nach einer heilen Welt, nach Harmonie und Geborgenheit.
Auf der anderen Seite die öde Langeweile, die Angst etwas zu versäumen.

Auf der einen Seite Freude und Stolz über deine Leistung, und die Anerkennung, die dir gegeben wird.
Auf der anderen Seite die Angst dich zu blamieren, von anderen fertig gemacht zu werden.

Unser Leben steht immer unter Spannung – auch wenn wir uns noch so cool geben.
Spannung gehört zum Leben dazu – macht es spannend – aber manchmal kann diese Anspannung auch nervig werden.

 

Überlegungen zum Ton, zum Topf und zu den Scherben.

In unserer Kindheit waren wir noch weich und formbar, wie der Ton, aus dem dieser Topf gemacht worden ist. Die Eltern, Erzieher und Lehrer versuchten Dir eine Form zu geben. Verschiedene andere Menschen und Er-eignisse haben die Entwicklung deiner Lebensform beeinflusst.
Mit den Jahren wurdest Du Dir bewusst, dass Du dein Leben selber gestalten kannst mit den Begabungen, die Dir geschenkt wurden und mit den Fähigkeiten, die Du Dir erworben hast
Zugleich erfährst Du – und auch andere, dass Du spröder wirst – dass Du Dich nicht mehr so leicht formen und beeinflussen lässt oder jedenfalls nicht mehr von jedem –der an Dir etwas verändern möchte.
Jetzt kommt es immer wider zu diesen Spannungen, die manchmal zu Sprüngen und zu Scherben führen, wie es der Jugendliche in seinem Ge-dicht dargestellt hat.

Wenn Türen zu knallen – dann bricht manchmal mehr ...
Wenn eine Vase zu Bruch gegangen ist, kehrst Du die Scherben auf und besorgt Dir im nächsten Laden eine Neue.
Wenn jemand das Gefühl hat, dass in seinem Leben etwas zu Bruch gegangen ist, gibt es nicht so leicht Ersatz.
Mancher ist versucht alles wegzuwerfen, weil er keinen Sinn in dem Scherbenhaufen entdeckt – das muss nicht sein.

Wir sind jetzt beieinander, um Sprünge und Bruchstellen, vielleicht auch Scherben des eigenen Lebens anzuschauen und zu überlegen, was sich damit machen lässt.
Zum Wegwerfen ist es zu schade, denn wenn du genau hinschaust waren in dem alten Topf auch schöne bunte Steine verborgen.

Heute Abend werden Dir ganz verschiedene Möglichkeiten geboten, Dich mit Deinem Leben intensiver zu beschäftigen.
Im Zentrum stehen die Lebensgespräche.
Du kannst mit Leuten reden, die Erfahrung im Beratungsgespräch haben. Du kannst mit jemand reden, den oder die Du kaum wieder einmal siehst – oder auch mit jemand, dem Du öfter über den Weg läufst.
Beim Lebensgespräch geht es darum das eigene Leben mit jemand anzusehen, der von außen kommt – wie sieht ein anderer meine derzeitige Lebenssituation.

Es gibt Scherben, die kannst Du selber beseitigen, wenn Du dich entschul-digst oder von Herzen verzeihst.
Es gibt Scherben, die Du beim besten Willen nichtgut machen kannst. Die musst Du liegen lassen.
Aber kann gut tun darüber zu reden. Es geht um den Mut, die eigene Schuld zuzugeben. Miteinander anschauen wie dazu gekommen ist.

Es gibt Scherben, die wirst Du los, wenn du sie Gott in die Hand legst.

 

Beispiel!!
Das nennt man dann eine Beichte. Die kannst Du bei jedem von den Priestern (Patres) ablegen.
Beichte setzt voraus, dass Du daran glaubst dass es Gott gibt und dass Du ihm gegenüber eine Verantwortung hast.

In der Beichte erhältst Du auch die Zusage von Gott, dass er Dir die Schuld vergibt – manchmal können wir das gar nicht mehr glauben oder annehmen, wenn wir von uns selber tief enttäuscht sind und uns schämen.
Aber bleib im Gespräch nicht bei deinen Scherben stehen!
Schau auf die bunten Steine in deinem Leben.

In der Beichte wie im einfachen Lebensgespräch kann es auch darum gehen, wie Du dein Leben gestalten willst:
Welche Fähigkeiten, Hobbys du hast
Und welche Rolle Gott in deinem Leben spielt.
Du kannst auch deine Entscheidung für oder gegen die Firmung in diesem Gespräch besprechen.

Bei allen Gesprächen heute Abend nicht nur bei der Beichte gilt natürlich Vertraulichkeit.
D. h. Euere Gesprächspartner werden nicht über dieses Gespräch mit jemand anderen reden und sie werden auch Dich nicht außerhalb dieser Gesprächseinheit auf Themen ansprechen, die dort besprochen worden sind.

Anregung für Deine Überlegungen findest Du bei den verschiedenen Angeboten hier in der Kirche.
(Scherbenbilder gestalten, Brief schreiben, Kerzen gestalten, Phantasie-reise)

Bevor Du zum Gespräch gehst, nimm Dir wenigstens 5 Minuten Zeit und mach dir zu den verschiedenen Anregungen auf dem Blatt Gedanken. Das erleichtert Dir den Einstieg ins Gespräch. Du brauchst Dir aber keine Sorgen machen.

Deine Gesprächspartner haben Erfahrung und werden Dir helfen.

 

Abschluss der lit. Nacht

Einige Ergebnisse des Abends liegen in der Mitte auf dem Labyrinth
Dazu Lichter auf dem Labyrinthweg

Ihr habt heute Abend eine wichtige Station auf dem Weg zum Firmfest erreicht.
Man kann das Lebensgespräch mit dem Eisschollenspiel vergleichen.
Den eigenen Lebensweg genauer anschauen – prüfen, ob der Weg richtig war.

Ihr habt Euch heute Abend auf diese Lebensgespräche eingelassen.
Für manche hat sich daraus vielleicht eine neue Sicht für ihren künftigen Weg ergeben.
Manche nehmen hoffentlich Mut und Bestätigung für ihren weiteren Weg mit.
Zum Abschluss des Abends erhält jeder von Euch, der will noch ein Stück Brot mit.
Es soll eine „Wegzehrung“ sein.
Es soll ein Symbol sein für das, was Du von diesem Abend mitnimmst.
Etwas von dem Du noch eine Weile zehren kannst.
Du kannst dieses Brot allein auf dem Heimweg essen und vielleicht noch ein bisschen nachdenken, was für dich wichtig war.
Du kannst das Brot aber auch mit jemand teilen und ihm oder ihr erzählen von deinem Weg von dieser Station heute Abend oder einfach was Du mitteilen möchtest.
Wir wollen Gott um seinen Segen bitten für dieses Brot und für alle, die von diesem Brot essen:

Gott
Als die Menschen den ganzen Tag bei Jesus waren,
da hatten sie am Abend Hunger.
Er wollte sie nicht hungrig weggehen lassen.
Das Wenige, was aufzutreiben war hat Jesus gesegnet und dann verteilt.
Und alle wurden satt und gingen zufrieden nach Hause
So entstand das Wunder der Brotvermehrung.

Der gütige Gott, segne dieses Brot und alle, die davon essen.
Er schenk Euch Kraft für Eueren weiteren Lebensweg
Und erfülle Euch mit seinem Frieden.
Das gewähre Euch Gott der Vater....
Verteilen des Brotes am Ausgang

Zusammenstellung: P. Alfons Blüml

 

 

 

 

 

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