Ja, er ist direkt an der Wand, unser Don Bosco. Zwar noch , oder schon wieder, klar zu erkennen, aber dennoch „reparaturbedürftig“. Unscharfe Stellen, fehlende Farbtupfer, teilweise verwittert oder vergilbt, das Bild muss neu geschärft und auf den neuesten Stand gebracht werden. Don Bosco nämlich ist heute so aktuell wie vor über 100 Jahren. Seine Art mit Jugendlichen umzugehen, sein Bemühen und seine Anstrengungen, sie von der Straße wegzuholen, sich mit ihnen zu beschäftigen, das ist für heute nicht nur zeitgemäß, es ist für unsere Zeit „hochaktuell“.
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Der Auftrag der gesamten Don Bosco Familie ist es, so wie auf dem Foto, das Bild Don Boscos neu zu gestalten und es für Jugendliche, junge Erwachsene, für alle Multiplikatoren in der Jugendarbeit, aber auch für jeden von uns selbst wieder lebendig werden zu lassen und mit kräftigen bunten Farben zu malen.
Dieses Bild macht es uns deutlich. Das Gesicht Don Boscos wird auf den neuesten Stand gebracht. Da malt einer am Kinn, einer versucht es an der Ohrengegend und einer macht sich am Haar Don Boscos zu schaffen. Don Bosco, sein Gesicht, seine Idee, seine Pädagogik der Prävention und der Assistenz, seine Pädagogik der Herzlichkeit, der Vernunft und der Sinnhaftigkeit neu interpretieren und fruchtbar werden zu lassen für unsere Tage, für diese Zeit.
Wir alle kennen die Sorgen und Probleme unserer heutigen Jugendlichen, wir lesen sie jeden Tag in der Zeitung, hören es am Radio, sehen es im Fernsehkanal und erleben es jeden Tag an den uns anvertrauten Kindern und Jugendlichen: sei es die Jugendarbeitslosigkeit, das Fehlen jegliche Orientierungsnormen in einer sich ständig verändernden Gesellschaft, oder die mangelnde Beheimatung in den Familien.
Wie würde sich Don Bosco heute für diese Jugendlichen einsetzen? Was würde er heute tun? Wo würde er den Hebel heute ansetzen, um notwendende Hilfe zu geben?
Wo kann ich ihm heute helfen in seiner grenzenlosen Liebe zur Jugend, und zwar nicht theoretisch am Schreibtisch, sondern im täglichen Umgang mit jungen Menschen an meinem Arbeitsplatz, in meiner Familie, in meiner Gemeinde?
Ich wünsche Ihnen, jedem von Ihnen, dass Sie sich trauen den Pinsel neu in die Hand zu nehmen und das Gesicht Don Boscos neu entstehen zu lassen für die Jugend.
Dazu viel Freude und Mut. Wie würde Don Bosco sagen: coraggio, nur Mut.
P. Ernst Kusterer SDB
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