Eine Niederlassung
in Trägerschaft der
Salesianer Don Boscos

Projekt: „Bevor ich sterbe, möchte ich ...“ 

Veröffentlicht am: 06. Juli 2020

Stuttgart – Bevor ich sterbe, möchte ich … leben, lieben lachen. Bevor ich sterbe, möchte ich … mit meinem Vater eine Bergtour machen. Bevor ich sterbe, möchte ich … in Würde alt werden.

Was zählt wirklich im Leben? Was ist uns wichtig und wie möchten wir die Zeit, die wir haben, ausfüllen? Oder auch: Was möchten wir wirklich tun, bevor wir sterben?

Zur Schönheit des Lebens und der Realität des Sterbens startet vom 29. Juni bis 17. Juli eine Aktion in der Königstraße. An 19 Tagen sind die Passanten eingeladen, den Satz auf einer Tafel zu Ende zu schreiben: „Bevor ich sterbe, möchte ich ...

Globales Kunstprojekt

Initiiert wurde das Projekt "Before I die" ursprünglich von der amerikanischen Künstlerin Candy Chang 2011 in New Orleans, nachdem sie einen engen Freund verloren hatte. Es versteht sich im Sinne eines modernen „Memento mori“ als ein globales Kunstprojekt, das dazu einlädt, die eigene Sterblichkeit zu reflektieren und über die Dinge zu nachzudenken, die uns am Wichtigsten sind.

Das Haus der Katholischen Kirche, das Katholische Bildungswerk und die Caritas Stiftung Stuttgart holen das Projekt vom 29. Juni bis 17. Juli für drei Wochen nach Stuttgart, direkt in die Königstraße. Große Kreidetafeln werden die Passantinnen und Passanten auffordern, den Satz „Bevor ich sterbe, möchte ich…“ zu vervollständigen und damit die eigenen Wünsche, Sehnsüchte, Pläne und Erwartungen mit anderen zu teilen. Darüber hinaus gibt es ein Begleitprogramm im Haus der Katholischen Kirche.

Sterblichkeit ist ein entscheidender Teil von uns

Das Projekt, bereits seit fast einem Jahr in der Planung, wäre beinahe abgesagt worden. Corona hatte große Unsicherheit hervorgerufen: Kann man ein Projekt mit diesem Thema im Moment durchführen? Wie werden die Abstandsregeln aussehen und werden wir sie einhalten können? Gerade weil uns die Corona-Pandemie zum Innehalten gebracht hat und weil unsere Sterblichkeit jetzt und immer ein entscheidender Teil von uns sein werden, haben sich die Veranstalterinnen und Veranstalter zur Durchführung entschlossen. Und es findet großen Zuspruch. Auch und gerade junge Menschen fühlen sich eingeladen, über das Ende ihres Lebens nachzudenken. Die Tafeln laden zudem zum Gespräch ein. Die Salesianer Don Boscos stehen hier als Partner zur Verfügung. So will das Projekt in dieser Zeit auch ein Beitrag in der und für die Stadtgesellschaft sein und lädt dazu ein, das Leben zu feiern.

Das Projekt findet draußen statt. Die Tafeln stehen von Montag bis Samstag täglich von 11 bis 18 Uhr vor der Königstraße 7. Der Abstand wird eingehalten werden, für Desinfektion ist gesorgt. Ehrenamtliche und hauptamtliche Begleiterinnen und Begleiter werden an den Tafeln zum Gespräch zur Verfügung stehen und Postkarten laden dazu ein, die eigenen Gedanken an Freunde und Bekannte zu schicken und damit das Projekt weiterleben zu lassen.

(www.kath-kirche-stuttgart.de)