Eine Niederlassung
in Trägerschaft der
Salesianer Don Boscos

Schulung zur Inklusionsassistenz im Freizeitbereich

Veröffentlicht am: 21. November 2020

Stuttgart – Von einer gelungenen Inklusion können wir dort sprechen, wo das Nebeneinander zu einem Miteinander geworden ist. Oder, anders formuliert:  wo ein Anders-Sein nicht als Gegensatz empfunden sondern als normal angenommen wird. Für junge Menschen mit einer Behinderung ist diese Art des Angenommen-Seins von besonders großer Bedeutung. Sie brauchen dieses Aufgenommen-Sein, um für sich eine persönliche Perspektive zu entwickeln. Erst dieses Miteinander gibt ihnen die Erfahrung, dass auch ihre Fähigkeiten und Begabungen wahrgenommen werden.

Nicht selten bringen sie ihre Fähigkeiten jedoch gar nicht zum Ausdruck. Und oftmals erhalten sie dazu auch keine Gelegenheit. Woran liegt das? Warum ist es auch heute zuweilen immer noch schwer, aufeinander zuzugehen?

Gründe dazu gibt es ganz unterschiedliche. Oft sind es Bedenken und Unsicherheiten: Die Unsicherheit, wie man ein inklusives Freizeitangebot gestalten kann. Bedenken, dass Inklusion mit weniger attraktiven Angeboten verbunden ist. Die Sorge auf Seiten der Eltern, dass ihre Kinder nicht richtig angenommen werden. Und auch der Zeitmangel spielt eine große Rolle. Denn gerade Jugendliche mit einer Behinderung stehen unter vielfachen zeitlichen Vorgaben.

Um diese Unsicherheiten und Bedenken zu überwinden, braucht es klare, eindeutige und natürlich gut vorbereitete Angebote. Angebote, die wirklich wichtig sind. Nicht zuletzt zeigen viele Beispiele von gelungenen inklusiven Freizeitangeboten, dass alle Kinder und Jugendlichen diese Erfahrung des Miteinanders als Bereicherung und letztlich auch als Normalität erfahren. Auf den Punkt gebracht profitieren alle von guten inklusiven Freizeitangeboten.

Inhalte der Schulung

Was es dazu braucht, war Gegenstand der Schulung zur Inklusionsassistenz im Freizeitbereich. Auch in diesem Jahr konnte sie glücklicherweise trotz Corona stattfinden; gemeinsam mit der Inklusiven Jugendarbeit der Evangelischen Jugend Stuttgart. Neben der Klärung zahlreicher inhaltlicher Fragen konnten die Teilnehmer damit auf die langjährigen Erfahrungen der inklusiven Jugendarbeit zugreifen. So erhielten sie neben den vielfältigen Inhalten und neben den Antworten auch auf praktische Fragen vor allem ein Gespür dafür vermittelt, was es zu beachten gilt, damit Kinder und Jugendliche mit einer Behinderung ihre Bedürfnisse in Freizeitangeboten wahrgenommen sehen. Und: damit attraktive Angebote für sie und für alle Kinder und Jugendlichen realisiert, bekannt und angenommen werden.

Gelingen kann dies nur mithilfe des Engagements aller. Ihnen allen gebührt ein großer Dank, ganz besonders auch den Teilnehmern der Schulung.

Text und Fotos: P. Clemens Mörmann