Eine Niederlassung
in Trägerschaft der
Salesianer Don Boscos

„WHAT IS LOVE?“ – Jugendseelsorgertagung 2020

Veröffentlicht am: 25. Januar 2020

Pastorale Mitarbeiter beschäftigen sich mit Fragen von Sexualität in der Jugendarbeit

Vom 13. bis 16. Januar beschäftigten sich über 100 Mitarbeiter aus Gemeinden und Jugendreferaten mit diesem Thema. Das Bischöfliche Jugendamt der Diözese Rottenburg-Stuttgart hatte es für die traditionelle Jugendseelsorgertagung gewählt. Schließlich ist es für die in der Jugendarbeit Tätigen wichtig, dazu sprachfähig zu bleiben. Denn sie möchten mit ihrer Arbeit, ihrem Einsatz und ihrem Glauben den Jugendlichen beim Aufbau verlässlicher Beziehungen eine ehrliche und glaubhafte Hilfe geben.

Für Jugendliche ist es eines der Fragen, die sie am meisten beschäftigt: Wie kann ich Freundschaften knüpfen? So unterschiedlich die Antworten und Wege zuweilen auch sind, gemeinsam ist den Jugendlichen dabei, dass sie sich eigenständig und souverän auf die Suche begeben möchten. Sie selbst wollen den Lebensstil bestimmen, den sie für sich als passend empfinden. Orientierung suchen sie dazu in der Familie, in der Schule und bei ihren Freunden, insbesondere und immer stärker aber auch in den Medien. Oftmals wird dann für sie eine Kluft zwischen kirchlichen Vorgaben einerseits und den eigenen Vorstellungen anderseits spürbar.

JuSeTag2020_5

Über das Thema „Sexualität in der Jugendarbeit“ wurde auf der Tagung ganz allgemein, aber auch im Speziellen über Fragen der Geschlechterrolle referiert. Der Moraltheologe Prof. Dr. Eberhard Schockenhoff verdeutlicht die Aspekte von Verantwortlichkeit und Solidarität als grundlegende Werte für ein gelingendes Miteinander. Welchen Einflüssen Jugendlichen dabei begegnen wurde durch Mitarbeiter der Beratungsstelle Pro Familia und in unterschiedlichen Workshops verdeutlicht. Aufschlussreich war auch ein Vortrag aus humanwissenschaflicher und medizinscher Sicht.

Bei allen Vorträgen und in den vielen Gesprächsrunden kam stets die große Bedeutung von Liebe und Geborgenheit für die Jugendlichen zum Vorschein. So wurde klar, dass für die Lebenswelten der Jugendlichen auch heute noch die christliche Botschaft eine Bedeutung hat. Diese vermag immer noch in die Wünsche und Hoffnungen der jungen Menschen hinein einen lebensbejahenden Raum zu eröffnen. Denn letztlich möchte Kirche die Menschen fördern und unterstützen und ihnen die Begegnung mit Gott als einen Schlüssel für das eigene Lebensglück eröffnen. Das ist auch immer das Bestreben des Bischöflichen Jugendamtes (BJA). Mit der Tagung wurde zum Ausdruck gebracht, dass alle Menschen in der Kirche willkommen und angenommen sind.

In der abschließenden Podiumsdiskussion nahm auch Bischof Dr. Gebhard Fürst Stellung. Er war extra angereist, um auf die Fragen der Teilnehmer zu antworten. Auf dem Hintergrund, dass die Amtskirche derzeit noch gemeinsam auf der Suche nach passenden Antworten in diesem weiten Themenbereich ist, verdeutlichte er allen Teilnehmern: Es geht immer um den Menschen selbst und um die Tiefe der Frohen Botschaft.

P. Clemens Mörmann

JuSeTag2020_1
JuSeTag2020_3
JuSeTag2020_2