Eine Niederlassung
in Trägerschaft der
Salesianer Don Boscos

„Zerbrochene Scheiben sind mir lieber als zerbrochene Herzen“

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so lautet ein Satz, der durch den heiligen Johannes Bosco geprägt wurde, dessen Heiligsprechung  sich in der letzten Woche am 1. April zum 75. Mal jährte. Wenn man sich in den vergangenen Wochen immer wieder Gedanken machte und sicher auch weiter machen wird über all die Situationen, die unsere Herzen immer wieder brechen oder gebrochen haben, dann wünscht man sich direkt, dass dieser Spruch doch Wirklichkeit werden könnte.

Der bildliche Vergleich des Heiligen lenkt die Aufmerksamkeit darauf hin, dass es für Kinder und Jugendliche immer wieder Situationen gibt, in denen sie durch ihre Lebendigkeit manche Dinge tun, bei denen auch der eine oder andere Gegenstand zu Bruch geht. Absicht steckt oftmals nicht so sehr dahinter als vielmehr eine gewisse Unvorsichtigkeit oder auch mancher Übermut. Beim näheren Betrachten wird es einem allerdings schnell klar, dass der böse Wille nicht die Ursache dafür ist.

In diesen Situationen ist es für die Erwachsenen oder auch für die Umgebung wichtig bei der Reaktion zu überlegen, wie kann ich die Herzen der jungen Menschen selbst in dieser Situation so treffen, dass sie für sich das Gefühl haben, ok, du bist im Kern voll in Ordnung, den Rest mit dem „Zerbrochenen“ den bekommen wir schon wieder hin.

Wenn uns dies gelingt, dann handeln wir nach einer Haltung, die für Johannes Bosco von großer Wichtigkeit war, es war die Haltung der „amorevolezza“, der „Liebenswürdigkeit“, bzw. besser gesagt, der Haltung, dass man einen jungen Menschen von Haus aus gern hat und er nicht sofort das Gefühl haben muss, ich bin eh nur falsch am Platz.

Für junge Menschen, aber nicht nur für sie ist das Gefühl akzeptiert zu werden ein Zeichen der Wertschätzung und des Ernstgenommen - Werdens, ja es wird zu einem Qualitätsmerkmal des Lebens. In einer Gesellschaft, wo auf so viele Qualitätsstandarts geachtet wird, darf dieses Lebens – qualitäts - merkmal der „amorevolezza“ nicht zu kurz kommen.

P. Heinz Menz

 

 

 

 

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