Eine Niederlassung
in Trägerschaft der
Salesianer Don Boscos

Warten auf ...wen oder was

Elemente:

4
  • Einleitung und Eröffnung
  • Kyriegebet 
  • Lesung: Jes 51,1-6
  • Evangelium: Lk 3,1-6
  • Predigtspiel
  • Lied zur Gabenbereitung: Jetzt ist die Zeit, jetzt ist die Stunde...
  • Gabengebet
  • Friedensgruss
  • Schlussgebet

 

Einleitung und Eröffnung
Absperrung des Altarraumes durch Ordner und weiß-rotes Absperrband.                
Hektisches Treiben im Altarraum durch verkleidete Jugendliche:
Verkäufer mit Bauchladen – Drehorgelspieler – Passanten – Hausmeister – Gärtner –  Fernsehteam – Fotograf – Reporter – Zeitungsreporter - Cheerleader – Sanitäter usw.
Eröffnungsglocke ertönt:
Priester zieht ein durch den Mittelgang und fragt im Altarraum die hektischen Leute:
Auf wen warten Sie?
Antworten:
auf Geschenke – auf niemand – auf die Weihnachtsferien – auf das Weihnachtsfest – auf den großen Event der hier stattfinden soll – auf das große Geschenk – auf die große Persönlichkeit – irgend ein VIP soll da vorbeikommen – Ich mache hier nur meinen  Job, ich warte auf nichts und niemanden usw.

 

Kyriegebet
Priester: Vater im Himmel, wir warten in unserem Leben auf das große Glück, auf die Erfüllung unserer Wünsche und Erwartungen.
            Dabei verlieren wir das Ziel aus den Augen.
            Wir rufen zu dir:

Jugendliche als Lektoren:

- Herr, wir warten auf Ferien und Urlaub, auf Ereignisse, Feste und freie Tage.
  Selten warten wir auf dich!
  Herr, erbarme dich...
- Herr, wir erwarten viel von unserem Leben: Reichtum, Erfolg, Anerkennung...
  Selten aber erwarten wir etwas von dir!
  Christus, erbarme dich...
- Herr, wir sind uns selbst sehr wichtig und wollen auch von anderen wichtig genommen werden.
  Selten sind uns aber andere Menschen wichtig!
  Herr, erbarme dich...

 

Tagesgebet
Gott, wir leben im Dunkeln. Wie oft dämmern wir so dahin. Es ist nicht einfach, im Dunkel die Richtung zu finden. Lass es Licht werden in unseren Herzen, in uns Christen, in unseren Mitmenschen, in unserer Stadt, in der Welt! Scheide das Licht von der Finsternis unserer Angst.
Gott, sieh doch, wie das Dunkel über den Völkern liegt und in vielen Ländern Krieg herrscht.
Über uns aber ist ein Licht aufgegangen: Jesus Christus.
Gott, du kümmerst dich um den Menschen. Du bist Mensch geworden in Jesus Christus.
Das neue Leben ist in unser Leben getreten und hat die Welt verändert. Er wollte uns entzünden, dass wir brennen und leuchten, heder für den anderen, dass niemand in der Finsternis bleibt.
Sei hier zugegen, Licht in unserer Mitte. Lass unsere Augen deine Herrlichkeit sehen. Sei hier zugegen, dass wir wieder leben. Amen

 

Predigtspiel
Priester fragt Jugendliche:
Ihr wartet ja noch immer! Warum wartest du?
- Ich warte, dass es in der Welt heller wird  (Der Jugendliche stellt einen Altarleuchter auf den Altar)
- Ich warte,  dass etwas gescheites gesagt wird, etwas, das mir weiter hilft im Leben (Journalist bringt Evangelienbuch zum Altar)
- Ich warte, dass im Fasanenhof allen Menschen geholfen wird, die in Not geraten sind (Sanitäter bringt Sanitätskasten)
- Ich warte auf Weihnachten, damit ich endlich Geschenke bekomme, die ich auspacken kann  (Sterne werden zum Altar gebracht)
- Ich warte, dass Gott endlich kommt und Mensch wird  (Brot und Wein wird von den Ministranten gebracht)
- Wir warten, dass endlich Weihnachten wird und die Warterei ein Ende hat
Kurze Ansprache:
Jeden Tag ist Weihnachten, wenn es unter uns Menschen heller wird, wenn geholfen wird,
Weihnachten geschieht, wenn zwei Menschen wieder aufeinander zugehen und einander verzeihen. 
Weihnachten ist, wenn jemand beschließt, ehrlicher zu leben und mit offene Augen die Welt betrachtet.
Weihnachten ist jedes Mal, wenn ein Kind geboren wird.
Weihnachten geschieht, wenn Menschen bereit sind, Konflikte auszudiskutieren, Kompromisse einzugehen und nicht sofort vor den Richter ziehen. 
Weihnachten ist dort, wo Menschen auf Karriere und Macht verzichten und sich um Gottes Willen für andere abmühen und nicht fragen: was bekomme ich dafür.
Weihnachten ist jedes Mal, wenn wir einander ansehen mit offenen Augen, mit den Augen des Herzens und mit einem Lächeln auf den Lippen.
Wenn eines dieser Wunder geschieht, dann ist 24. Dezember, dann geschieht Weihnachten.

 

Gabengebet
Wir haben Brot und Wein auf den Altar gestellt. Mit diesen Gaben schenken wir uns dir selbst. Verwandle uns, dass wir Jesus ähnlicher werden, der sich verschenkt, einfach aus Liebe, ohne jede Berechnung. Lass uns Schenkende werden, damit die Menschen froher und glücklicher werden. Nur so kann dein Reich kommen 
Amen

 

Schlussgebet
Herr, lass dein Licht leuchten über unseren Wegen, dass wir Gemeinschaft suchen und wahren wie einen Schatz; dass uns das Miteinander mehr wert ist als der sieg übereinander;
Dass uns die Augen aufgehen füreinander  und einer dem anderen das Licht gönnt.
Herr, lass dein Licht leuchten über unseren Wegen., dass wir deinem Wort trauen und deine, Gutsein, wenn das Dunkel über uns kommt.
Lass uns deine Nähe spüren, dass uns die Geduld nicht vergeht, wenn die Erfüllung ausbleibt und das Leben verrinnt. Schenk uns den langen Atem der liebe, wenn der Zweifel uns umtreibt.
Lass uns nicht ins Leere warten. Komm uns entgegen, nimm dich um uns an.
Herr, lass dein Licht leuchten über unseren Wegen: Nimm uns an der Hand, wenn es gilt, aufzubrechen aus selbstgemachten Sicherheiten, den Glauben zu erwandern.
Sag uns dein Wort, lass uns deine Stimme erkennen im Gewirr der vielen, die uns die Ohren füllen.
Bleib uns nicht fern, dass wir, deiner Nähe gewiss, das Glück des wahren Menschseins haben
Amen

Zusammenstellung: P. Ernst Kusterer SDB

 

Herkunftsnachweis:
Werkmappe Jugendgottesdienste, Südtirols Katholische Jugend, Bozen 1997
- Tagesgebet, Gebete  Seite 2
- Gabengebet, Gabenbereitung  Seite 13
- Schlussgebet, zum Nachdenken Seite 87

 

 

 

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