Eine Niederlassung
in Trägerschaft der
Salesianer Don Boscos

Stadtjugendgottesdienste

Wo „Gottes“-dienst für Jugendliche zum Erlebnis wird
(Gotteserfahrung im jugendästhetischen Raum)

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Seit Februar 2007 bieten das katholische Jugendreferat Stuttgart und das Geistliche Zentrum der Salesianer Don Boscos an jedem letzten Donnerstag eines Monats (außer in der Ferienzeit) von 18 bis 21 Uhr einen Stadtjugendgottesdienst an. Jugendliche aus der Region Stuttgart sind zum Feiern, Nachdenken und Begegnen jeweils in eine andere Kirchengemeinde eingeladen.
Die Behauptung vieler Jugendlicher, der Gottesdienst in der Kirche sei langweilig und habe nichts mit ihrem konkreten Leben zu tun, wird bei diesen Stadtjugendgottesdiensten kräftig widerlegt. „Jugendliche haben heute einen hohen ästhetischen Anspruch,“ sagt Jugendpfarrer P. Elmar J. Koch SDB, der Initiator dieser Stadtjugendgottesdienste, und fügt hinzu: „Ein besonders geschmückter Raum, gute Musik und inhaltliche Aspekte, die mit der Lebenswelt der Jugendlichen zu tun haben, sind die Zutaten für einen Jugendgottesdienst, der kurzweilig ist und in Erinnerung bleibt. Das Ganze durchmengt mit einer für Jugendliche verständlichen Wort-, Symbol- und Bildsprache, führt Jugendliche an die Geheimnisse Gottes und gibt ihnen Kraft für ihren Alltag.“
Mit besonderen Lichteffekten wurde die Kirche von einem Vorbereitungsteam für den Gottesdienst hergerichtet. Eine Jugendband bringt durch bekannte geistliche Lieder Stimmung in die Kirche. Sogar die Erwachsenen Besucher klatschen mit. Die Sprache des Stadtjugendpfarrers ist auf die Jugendlichen abgestimmt, die Thema sind aus dem Alltagsleben der Jugendlichen und überzeugen nahezu alle, die kurze Ansprache ist für die Jugendlichen verständlich und stellt den Bezug zum Alltagsleben her.
Drei Stunden Liturgie an einem Abend sind kein Problem für die Jugendlichen, denn es ist Einiges zu erleben. Ein Schwerpunkt des Gottesdienstes liegt sicher in der musikalischen Gestaltung der ersten Stunde durch die Band und durch die Teilnehmer selbst. Spirituelle Impulse und Zitate aus der Bibel sorgen für einen inhaltlichen Einstieg in das Thema des Abends. Der Übergang zum zweiten Abschnitt mit verschiedenen Parallelangeboten wird durch das Aussetzen des Allerheiligsten gestaltet. Die Parallelangebote in diesem Mittelteil wie z.B. thematische Gesprächskreise, Anbetung vor dem Allerheiligsten, Taizélieder singen, oder auch eine leibliche Stärkung zum Selbstkostenpreis weisen darauf hin, dass das Konzept nicht immer eine geschlossene Gottesdienstgemeinde vorsieht, so dass die jungen Menschen sich mit jenem Aspekt der Feier auseinander setzen können, der ihrer momentanen Verfassung entspricht. Die dritte Stunde des Gottesdienstes ist der Eucharistiefeier vorbehalten, mitgestaltet durch die Band.
Besondere Akzente während der Liturgie, wie etwa eine Auto-, Fahrrad- und Mofasegnung will keiner verpassen. Ein Jugendlicher schlägt sogar vor, auch seinen Verbundpass der regionalen Verkehrsbetriebe zu segnen, damit der Schutz Gottes auch den Schienenverkehr der Stadt einschließe.
Die Jugendlichen sind überrascht, wie spannend ein Gottesdienst in einer umgestalteten Kirche sein kann, und mancher merkt sich schon den nächsten Termin vor. „Ziel der Jugendgottesdienste ist es, den Glauben an den dreifaltigen Gott so zu feiern, dass Jugendliche in ihrer Beziehung zu Jesus Christus wachsen und sich in der Glaubensgemeinschaft der Kirche aufgehoben fühlen“ führt P. Elmar Koch aus. „Wir wollen sowohl „Jugendkulturen“ berücksichtigen, als auch die diversen Beziehungsebenen der Jugendlichen zu ihrer katholischen Kirchengemeinde, oder auch die Kreativität der Jugendlichen beim aufwendigen Ausschmücken des Kirchenraums.
Um den Jugendlichen ein einmaliges Erlebnis zu schaffen und ihrem ästhetischen Empfinden Rechnung zu tragen, ist der Kirchenraum für die Stadtjugendgottesdienste besonders geschmückt. Dabei spielen große, lange, weiße Tücher und farbige Scheinwerfer als gestalterische Elemente eine wichtige Rolle. Zentrale Orte der Kirche können so betont (Meditationsbild, Kerzentisch, Klagemauer…) und bei wechselnden Inhalten entsprechend inszeniert werden. Lieder, Bilder und Informationen werden auf eine Leinwand projiziert und fördern so das spontane Mitsingen.
Das Fehlen eines eigenen Kirchenraumes für Gottesdienste des katholischen Jugendreferats und des geistlichen Zentrums verlangt für größere pastorale Angebote die Zusammenarbeit mit Pfarrgemeinden, die für die kreativ-spirituellen Angebote über einen Nebenraum verfügen, mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar und mit großen Tüchern und Scheinwerfern zu schmücken sind.
Vielleicht ist diese neue Art als ein kirchliches Netzwerk einer Jugendkirche in Stuttgart zu bezeichnen.
Das Konzept, sowie weitere Informationen sind zu erfragen unter koch@donbosco.de (siehe auch Bildergalerien Stadtjugendgottesdienste).

 

 

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