Eine Niederlassung
in Trägerschaft der
Salesianer Don Boscos

Leben unter der Jugend - die salesianische "Assistenz"

Von P. Elmar Koch SDB

Am Ende von Ferienfreizeiten habe ich früher schon beobachten können, dass einige Gruppenleiter von ihren Jugendlichen oder Kindern herzlich verabschiedet wurden; andere dagegen in der gleichen Situation kaum Beachtung fanden. Das mag im Einzelfall die unterschiedlichsten Gründe haben. Doch es gibt einen Zusammenhang, den man durchaus verallgemeinern kann. Derjenige, der seine Zeit häufig und gerne mit den Jugendlichen und Kindern verbrachte, der mitspielte und mitdiskutierte, der viel Verständnis zeigte und sich notfalls auch um die Belange des Einzelnen kümmerte, war derjenige, von denen sich die Kinder und Jugendlichen nur schwer verabschieden konnten.

Ich fand später in den pädagogischen Aufzeichnungen von Don Giovanni Boscos einen Namen für ein solches Tun. Er nannte diese Nähe zu den Jugendlichen Assistenz. Gemeint ist eine Haltung der Liebe und des Respekts den Jugendlichen gegenüber und die Bereitschaft, die Jugendlichen in Ihren Lebenssituationen aufrichtig zu begleiten. Dabei geht es weniger um eine schnell erlernbare Erziehungsmethode, sondern viel mehr um die Haltung, die Sorgen und Nöte, sowie die Freude und das Glück des Lebens mit den Jugendlichen teilen zu wollen. Um noch einmal mit den Worten Don Boscos zu sprechen: "Für mich heißt leben: mit euch zu sein".

Für mich und meine Arbeit bedeutet das: Offen zu sein und Zeit zu haben, mit Jugendlichen aufrichtig in Beziehung zu treten und Interesse zu haben an ihren Lebenssituationen, um Ihnen gegebenenfalls meine Begleitung und Freundschaft anzubieten.