Eine Niederlassung
in Trägerschaft der
Salesianer Don Boscos

Wie wird man Salesianer Don Boscos?

Salesianer Don Boscos ist man nicht einfach von heute auf morgen, sondern man muss es werden - und zwar ein Leben lang. Es geht darum, sich in Leben, Denken und Handeln immer mehr nach den Werten des Evangeliums und dem Geist Don Boscos auszurichten. Dabei handelt es sich um einen Weg mit verschiedenen Abschnitten, freilich auch um einen Weg mit Höhen und Tiefen.

Am Anfang stehen die Erfahrung, sich von Don Bosco und seinem Leben für junge Menschen angesprochen zu fühlen und der Wunsch, sich selbst auf diesen Weg einzulassen. Wie tragfähig die eigenen Motivationen sind, wird man aber nur erfahren im Ausprobieren. Die ganze Ausbildungszeit ist damit auch eine Zeit gegenseitiger Prüfung.

Sie beginnt mit dem Aspirantat (auch Kandidatur), in dem man wenigstens ein halbes Jahr in einer salesianischen Gemeinschaft mitlebt und mitarbeitet.

Wer von der salesianischen Berufung überzeugt ist, bittet um die Aufnahme ins Noviziat (zur Zeit in Jünkerath). In dieser Intensivzeit geht es darum, begleitet vom Novizenmeister, die Motivationen für die eigene Entscheidung zu vertiefen, die Eignung für das salesianische Leben zu prüfen und sich in das geistliche Leben als Ordenschrist einzuüben. Das Noviziat schließt mit der Ersten Profess, die in der Regel auf drei Jahre abgelegt und dann erneuert wird.

Die sog. Zeitliche Profess dauert meist sechs Jahre. Es ist die Zeit der beruflichen Ausbildung und der praktischen Erfahrungen im salesianischen Leben, die für den Dienst unter den jungen Menschen vorbereiten sollen. Die konkrete Ausgestaltung hängt von den mitgebrachten Vorerfahrungen und Qualifikationen ab, aber auch von der Entscheidung, als Salesianerbruder oder als Salesianerpriester in der Gemeinschaft mitzuleben. Die Kandidaten für das Priestertum nehmen in der Regel das Studium der Sozialpädagogik an der KSFH und der PTH in Benediktbeuern auf. Die jungen Salesianerbrüder vertiefen und vervollständigen ihre beruflichen Qualifikationen. Immer wieder soll die theoretische Ausbildung durch vielfältige praktische Erfahrungen in der Arbeit mit jungen Menschen ergänzt werden.

Bestätigt sich die salesianische Berufung, legt der junge Mitbruder nach sechs (spätestens nach neun) Jahren die Ewige Profess ab, in der er sich für das ganze Leben an die Gemeinschaft bindet. Für die Priesterkandidaten schließen sich an das Theologiestudium das einjährige Diakonat und die Priesterweihe an.

In all diesen Phasen werden die jungen Ordensleute durch die Gemeinschaft und durch einzelne Mitbrüder begleitet und unterstützt, die im salesianischen Ordensleben erfahren sind.

Doch auch mit der Ewigen Profess und der Priesterweihe hört das Unterwegs-Sein nicht auf. Ob Salesianerbruder oder Salesianerpriester, um nicht stehen zu bleiben und offen zu bleiben für die Zeichen der Zeit, sind auch nach der Ausbildung Exerzitien, Fort- und Weiterbildung wichtig.

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